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So viele Kalorien stecken in Fruchtgummis

in Hauptspeisen 04.03.2019 12:15
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Die Zutatenliste verrät es oft nicht: Gummibärchen & Co. sind kleine Zuckerbomben



. Rot soll er sein, doch nur die Nachbarschaft mit Andersfarbigen macht ihn besonders attraktiv. In Deutschland werden so viel Süßigkeiten verdrückt, wie in keinem anderen Land. Wir sitzen allerdings auch an der Quelle, denn die Bundesrepublik ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte für Süßwaren & Co.

Kekse und Schokolade sind etwas rückläufig, dafür liegt der Fruchtgummi voll im Trend. Fragt sich, was den bei Jung und Alt so beliebt macht? Ist es vermeintliche Nahrung für die Nerven? Tatsache ist, dass die Süßigkeit zwar so gut wie kein Fett, aber viel mehr Zucker und damit Kalorien enthält, als so mache Naschkatze ahnt – auch wenn der erste Blick auf die Zutatenliste Positives verspricht. Denn vor dem Gesetz gelten nur bestimmte Zuckerarten als Zucker. Dazu gehören Haushaltszucker, Traubenzucker und Fruchtzucker – sie werden auch als Saccharose, Glucose und Fructose bezeichnet. Es sind sogenannte Einfach- und Zweifachzucker.

Gemäß der Nährwertkennzeichnungsverordnung fallen diese Kohlenhydrate unter den Begriff Zucker. Doch auch andere Kohlenhydrate, die in Glucose-, Invertzucker- oder beispielsweise Malzsirup enthalten sind, liefern viele Kalorien und können den Zahnschmelz angreifen. Wie so oft macht es die seltsam verzwickte Rechtslage dem Verbraucher nicht einfach, zu verstehen, was er eigentlich isst.

Wer einer Tüte – 300 Gramm – Fruchtgummi nicht widerstehen kann, muss am Ende in seiner persönlichen Bilanz 1000 Kalorien zusätzlich verbuchen und sich vor Augen halten, dass er quasi 46 Zuckerwürfel gegessen hat. Wer gerne so umrechnet: Drei Gramm Zucker sind ein Zuckerwürfel.

Auch den Gelenken tut das kalorische Hoch auf Dauer nicht gut und Wissenschaftler sind sich nach wie vor uneins, wie sich ein ernährungsphysiologischer Nutzen aus der so aufgenommenen Gelatine ableiten sollte. Gelatine ist ein Eiweiß, das aus tierischen Rohstoffen (zum Beispiel Knochen, Häuten) gewonnen wird. In Europa wird sie vor allem aus Schweineschwarte hergestellt, aber auch aus Rind und Fisch.

Als Lebensmittelzutat findet Gelatine zum Beispiel auch in Gummibärchen & Co. Verwendung. Bei verpackten Lebensmitteln muss in der Zutatenliste „Gelatine“ oder „Speisegelatine“ aufgeführt sein. Die Tierart, von der die Gelatine stammt, muss nicht angegeben werden, mit einer Ausnahme: Bei Fischgelatine muss die Tierart genannt werden. Denn Fisch beziehungsweise daraus gewonnene Erzeugnisse zählen zu den Lebensmitteln, die am häufigsten Lebensmittelallergien auslösen und deshalb gekennzeichnet werden müssen.

Verbrauchern, die wissen möchten, von welcher Tierart die verwendete Gelatine stammt oder ob Gelatine als Hilfsstoff zum Einsatz kam, bleibt meist nur die Nachfrage beim Hersteller. Eine Alternative können Produkte mit pflanzlichen Gelier- und Bindemitteln wie Agar Agar, Pektin, Guarkernmehl oder Carrageen sein.

Übrigens sind die in Apotheken oder Reformhäusern angebotenen Fruchtgummis ernährungsphysiologisch auch nicht besser zu bewerten. Auch mit Vitaminen oder Mineralstoffen angereicherte Süßigkeiten machen die Produkte nicht gesünder.


Liebe Grüße
Peter
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