Hallo ,
also bei dem Thema sind wirklich 2 Seelen in meiner Brust. Viele freiwillige Helfer haben teilweise nicht nur für 1 Flüchtling gebürgt sondern teilweise für mehrere Menschen - teilweise bis zu 10 Bürgschaften unterschrieben.
Der Kaufmann in mir sagt, wie kann man nur so blöd sein und bürgen. Im Leben würde ich für niemand eine Bürgschaft übernehmen.
Der Mensch in mir sagt, logisch muss den Menschen geholfen werden.
Ich hab mich mal schlau gemacht. Also es ist so, diese Bürgschaften sind lebenslänglich - also wenn ein 3-jähriges Kind kommt, dann haftet man dafür bis man vermutlich zuerst stirbt. Also wenn die Person ungerechtfertigterweise eine soziale Leistung bezieht oder für ärztliche Versorgung, die über die Grundversorgung hinausgeht usw. haftet der Bürge.
In Berlin hat ein Anwalt, der sehr reich ist, zusammen mit einem Fabrikanten, eine Stiftung gegründet. Diese Stiftung übernimmt Bürgschaften, bekommt aber auch jeden Monat ca 35000,- Euro an Spenden rein. So sind die Bürschaften ja abgesichert. Die bezahlen auch die Flugkosten usw.
Was aber ist mit den vielen ehrenamtlichen Helfern, die jetzt schon teilweise heftige Rechnungen erhalten. Den Staat um Hilfe zu bitten, halte ich für aussichtslos, weil genau der hat sich ja die Bürgschaften unterschreiben lassen.
Ich denke auch, dass kein Helfer mehr in Zukunft eine Bürgschaft unterschreiben wird, was dazu führt, dass vielen Menschen in Kriegsgebieten nicht mehr geholfen wird und Familien weiter getrennt bleiben......
Wie denkt Ihr über dieses Thema???