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Post von Jeannée

in Ausland und EU 08.11.2019 17:55
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Medienethik Machen wir heute einen Ausflug nach Österreich. Auch wenn es bei diesen herbstlichen Temperaturen auf Ibiza schöner wäre. In Österreich lässt sich dieser Tage beobachten, wohin es führt, wenn Anstand und Medienethik nichts mehr zählen. Und wenn dies von einem Gericht noch gebilligt wird. Ich spreche von Michael Jeannées Angriff auf Falter -Chefredakteur Florian Klenk. Klenk und sein Blatt fallen immer wieder durch Enthüllungsgeschichten auf; er recherchierte auch in der „Ibiza-Affäre“, die zum Ende der ÖVP-FPÖ-Regierung führte. Jeannée schreibt für die Kronen Zeitung die Kolumne „Post von Jeannée“ – wie Franz Josef Wagner in der Bild , nur beleidigender. Der Österreichische Presserat hat gut mit ihm zu tun.

Jeannée also bewarf Klenk in seiner Kolumne im September mit Schmutz, nannte ihn Chefredakteur eines „Bolschewikenblattls“ und „Diffamierer“. Klenk klagte – und verlor. „Der Hass wird somit legitimiert, die öffentliche Arena durch solche Urteile ruiniert“, schrieb er als Reaktion darauf auf Twitter. Und kündigte an: „Das judizieren wir aus.“ Unterstützung erhielt er unter anderem von Österreichs Star-Journalisten Armin Wolf vom ORF .

Im Beschluss des Landesgerichts für Strafsachen Wien heißt es etwa, dass die Formulierung „verderbte Figur“ für Klenk eine Bewertung sei, die sich weder „als tatbestandsmäßig im Sinne einer üblen Nachrede noch im Sinne einer Beleidigung“ erweise. Vor dem Hintergrund der Berichterstattung des Falter über die sogenannte Wahlkampfkostenaffäre stellten auch die Bezeichnungen „Meister zwielichtiger Tricks“, „skrupelloser Intrigant“ und „Denunziant“ „noch keinen Wertungsexzess“ dar.

Man fühlt sich ans Skandalurteil des Berliner Landgerichts erinnert, das den Kommentar „Drecks Fotze“ für Grünen-Politikerin Renate Künast „haarscharf an der Grenze des … noch Hinnehmbaren“ sah. Klenk und seine Redaktion hatten über die Wahlkampfkosten der ÖVP unter Einhaltung journalistischer Standards berichtet. Sie machten ihren Job als Journalisten. Im Gegensatz zu Jeannée und der Krone.


Liebe Grüße
Peter
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