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#1

Eins sein mit Gott

in Gott und die Welt 01.06.2019 14:19
von Peterbacsi • Admin | 3.577 Beiträge

„Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21). So hören wir im Evangelium am Sonntag. Es ist Teil eines Gebetes, das Jesus nach dem Evangelisten Johannes noch im Abendmahlsaal spricht, unmittelbar vor Beginn seines Leidens. Es darf daher als ein Herzensanliegen Jesu verstanden werden, dass wir untereinander und ebenso mit Gott eins sind, wie er selbst mit dem Vater eins war.

Wie aber können wir das verstehen, wie kann das gehen, mit Gott eins zu sein? Einen entscheidenden Hinweis darauf gibt uns das Gebetsleben Jesu selbst. So lesen wir im 1. Kapitel des Markusevangeliums bereits, dass Jesus noch vor Tagesanbruch aufstand, an einen einsamen Ort ging und betete. Und auch der Evangelist Lukas überliefert uns an mehreren Stellen, dass Jesus die ganze Nacht über im Gebet mit Gott blieb. Ich stelle mir vor, dass Jesus in solch intensiven Stunden des Gebetes und der Meditation ganz eingetaucht ist in Gott und seine Liebe zu ihm und so buchstäblich eins wurde mit ihm.

Ebenso berichten auch zahlreiche Mystiker von der Erfahrung der Verbundenheit und des Einsseins mit Gott, mit sich selbst und den Mitmenschen im Gebet. Doch davon sind wir heute oft meilenweit entfernt. In unserer schnelllebigen Zeit, wo eine Nachricht die andere jagt und zahlreiche Anforderungen und Reize auf uns einströmen, fällt es zunehmend schwer, wenigstens für ein paar Minuten am Tag zur Ruhe zu kommen, um bei sich und bei Gott zu sein.

Der folgende Text von Sabrina Gundert ist - wie ich finde - eine charmante Einladung dazu. Lassen wir uns doch davon verlocken, um so zumindest hin und wieder diese Verbundenheit und dieses Einssein mit uns selbst, mit unserer Mitwelt und mit Gott zu spüren:

„Manchmal muss ich erst still werden, um mein Verbundensein mit mir wieder zu spüren. Denn manchmal sind die Worte in meinem Inneren so laut, dass sie die zarte Stille übertönen. Jene Stille, die ich zwischen den Feldern und Wiesen, ebenso wie am Strand, so tief einatme. Wenn da nur noch mein Herzschlag ist, das sanfte Rascheln des Grases, der Sand unter meinen Füßen. In jener Stille werde ich wieder eins mit mir. In dem Moment, in dem der Kopf mit seinem tosenden Lärm und seinem ewigen Gefühl des Getrenntseins zur Ruhe kommt, ist die Stille, ist das Einssein wieder da. Dann gehe ich weiter wie bisher, und doch gänzlich frisch und neu.“


Liebe Grüße
Peter
Hedi hat sich bedankt!
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