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Der Tag des Wortes Gottes

in Die evangelische und katholische Welt auch in Ungarn 25.01.2020 18:03
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Als wäre es gestern sehe ich ihn vor mir: Ein junger Offizier der Luftwaffe in seiner blauen Uniform. Er war an unsere Schule gekommen, um für die Bundeswehr zu werben.

Doch das interessierte uns wenig, wir waren junge Idealisten und damit Pazifisten aus Prinzip. Geduldig und loyal diskutierte er mit uns Fragen von Krieg und Frieden, wegen denen er eigentlich gar nicht gekommen war. Er brauchte viele Worte, überzeugte uns aber doch nicht unser Leben in den Dienst des Landes zu stellen.
Ganz anders Jesus am See Genezareth. Er braucht nicht viele Worte, um die Fischer Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes zu gewinnen. Sie sind ganz vertieft in ihre Arbeit. Aber ein einfaches „Kommt, folgt mir nach!“ (Mt 4,19) genügt und sie lassen alles stehen und liegen, lassen ihr bisheriges Leben zurück und folgen Jesus. Das irritiert. Was hat Jesus an sich, dass dieses eine Wort genügt, um einen Menschen ganz zu gewinnen? Das Wort Jesu ist ein göttliches Wort. In ein offenes Herz kann es eindringen bis auf den Grund. Es erzeugt dort eine Erkenntnis des Herzens, die besagt: Diese Worte sind wahr und gut, sie sind voller Leben und Freude!

Die Stimme Jesu am See Genezareth ist längst verhallt, lang schon verklungen sein Ruf, dass das Reich Gottes nahe ist. Und doch sind seine Worte bewahrt: In der Heiligen Schrift. Noch immer tragen sie Wahrheit, Güte, Leben und Freude in sich, aber noch viel wichtiger ist, dass sie noch immer ins Herz dringen können – in unser Herz!

Papst Franziskus hat diesen Sonntag deshalb zum Sonntag des Wortes Gottes ausgerufen. Er soll uns ermutigen, sich mit der Schrift zu beschäftigen, damit durch sie Gott zu uns sprechen kann, damit sein Wort in unser Herz dringt.

Dann kann uns Gott wie einst die Jünger am See Genezareth aus dem Getriebe und den Sorgen des Alltags herausführen. Wir können Jesus folgen und sehen, dass es wirklich wahr ist: Das Reich Gottes ist angebrochen!

Immerhin ein Guckloch
Normalerweise ist diese Jesus-Figur so platziert,
dass man sie von außen sehen kann. Der Frost
verhindert den Blick derzeit aber –
doch nicht ganz: ein Guckloch wurde freigekratzt.


Liebe Grüße
Peter
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