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Lesen leicht gemacht

in Ich sag mal so... 07.06.2019 19:40
von Peterbacsi • Admin | 3.574 Beiträge

Kaufberatung Lesen gehört für viele Menschen zum Urlaub. Doch insbesondere bei Flugreisen können mehrere Bücher im Gepäck schnell zu Gewichts- und Platzproblemen führen. Diese preiswerten E-Book-Reader bieten sich als Alternative an



Elektronikprodukte verkaufen sich vor Weihnachten besonders gut – mit einer Ausnahme: E-Book-Reader sind selbst im Frühjahr und Sommer sehr gefragt. Kein Wunder: Spätestens vor einer Fernreise, beispielsweise in den nun anstehenden Pfingstferien, taucht bei Lesefreunden die Frage auf, wie zwei, drei oder mehr Bücher ins Gepäck passen sollen. Ein E-Book-Reader kann viele hundert Bücher speichern - und ist dennoch nur wenige Millimeter dick und kaum 200 Gramm schwer. Die aktuellen Einsteigermodelle gibt es zudem ab 80 Euro.

E-Book-Reader sehen zwar auf den ersten Blick aus wie Tablets. Doch sie arbeiten nach einem anderen Prinzip. Statt mit einer Flüssigkristallanzeige (LCD) arbeiten E-Book-Reader mit sogenannter elektronischer Tinte. Diese Technik benötigt nur sehr wenig Energie, sodass Akkulaufzeiten von mehreren Wochen möglich sind. Bewegungen und Farben lassen sich allerdings nicht darstellen. Die Grundfunktion ist bei allen E-Book-Readern gleich: Über WLAN lassen sich Bücher kaufen oder ausleihen, die dann seitenweise auf dem Bildschirm zu sehen sind.

Platzhirsch auf dem Markt der E-Book-Reader ist Amazon mit seinem „Kindle“. Erst im Frühjahr hat das Unternehmen ein neues Modell auf den Markt gebracht, das über eine Frontbeleuchtung verfügt, die dem Vorgänger noch fehlte. Sie zu nutzen, reduziert zwar die Akku-Laufzeit, macht das Lesen aber auch im Dunklen oder bei schwierigen Lichtverhältnissen möglich.

Amazon verkauft neben dem Lesegerät auch den Lesestoff dazu. Aktuell gibt es rund eine Million eBooks, die sich wahlweise einzeln kaufen oder mit dem „Kindle Unlimited“-Angebot ausleihen lassen. Für 9,99 Euro pro Monat ist die gleichzeitige Ausleihe von zehn Büchern möglich – was auch für eine längere Urlaubsreise ausreichend sein sollte.

Viele eBook-Käufer entscheiden sich dennoch gegen Amazon. Dahinter steht vor allem die Sorge, dass das Unternehmen – wie in anderen Bereichen – fleißig Daten über das Konsum-Verhalten sammeln könnte. Vor allem legt sich ein Kindle-Käufer darauf fest, seine eBooks ausschließlich bei Amazon zu kaufen. Das aktuelle Einsteigermodell bietet Amazon für knapp 80 Euro an. Dafür gibt es ein Gerät mit 6-Zoll-Bildschirm und einem Gewicht von 174 Gramm.

Eine Alternative sind die „Tolino“-Geräte, die vor allem vom deutschen Buchhandel unterstützt werden. Die aktuellen Modelle ermöglichen dabei auch die Nutzung von eBooks anderer Anbieter. Dabei kann es sich beispielsweise um die örtliche Bücherei handeln, sofern sie das „Onleihe“-Konzept unterstützt. Auch bei Tolino hat sich in den letzten Monaten einiges getan: So kam im Herbst der „Shine 3“ auf den Markt. Er verfügt über einen Bildschirm mit einer Diagonalen von sechs Zoll und wiegt ganze 110 Gramm. Weltbild, Thalia und Hugendubel bieten das Gerät aktuell für 119 Euro an.

Käufer eines „Pocketbook Basic Lux 2“ legen sich dagegen auf einen Buchhändler fest, über den sich dann eBooks auf das Gerät laden lassen. Eine Änderung des Händlers ist mit viel Aufwand verbunden: Sie erfordert eine E-Mail an den Pocketbook-Support.

Doch seine Stärken hat dieser E-Book-Reader ohnehin nicht beim Kauf von Büchern. Vielmehr kann er mit allen gängigen Formaten wie EPUB, PDF und Word umgehen. Somit steht dem Laden und Lesen von vielen außerhalb des Buchhandels vertriebenen Buchtiteln nichts im Weg. Viele davon sind kostenlos erhältlich. Das Gerät selbst bietet ein 6-Zoll-Display, Zusatzfunktionen wie ein Englisch-Deutsch-Wörterbuch und ein Gewicht von 155 Gramm. Der Preis liegt bei 85 Euro.

Interessanterweise gehört im Jahr 2019 eine Hintergrundbeleuchtung zum Standard – auch bei den preiswerten Einsteigermodellen. Zwar lässt sich durch die verwendete Tintentechnologie die Schrift grundsätzlich auch ohne eine solche zusätzliche Beleuchtung gut lesen, sofern ausreichendes Umgebungslicht vorhanden ist. Allerdings bietet die zusätzliche Beleuchtung die Möglichkeit, auch dann zu lesen, wenn es eigentlich zu dunkel dafür ist. Das kann im Bett sein, im Campingzelt oder auch im Flugzeug. Wer die Hintergrundbeleuchtung nutzt, muss allerdings wissen: Sie reduziert die Akku-Laufzeit erheblich.

Wer bereits ein Tablet besitzt, kann auf die Idee kommen, auf den Kauf eines zusätzlichen E-Book-Readers zu verzichten und sein Tablet auch zum Lesen zu nutzen. Das gilt insbesondere dann, wenn es ohnehin mit auf Reisen geht. Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Das Laden und Speichern von E-Book-Dateien ist mit einem „iPad“ oder einem Android-Tablet gleichermaßen möglich. Zu beachten ist jedoch: Die Tablet-Bildschirme sind primär für die Darstellung von farbigen Bildern konzipiert und nicht für eine augenfreundliche Anzeige von Text. So spiegeln sie häufig, was bei E-Book-Readern nicht der Fall ist. Auch ist der Strombedarf deutlich höher, was die Laufzeit deutlich reduziert. Für Gelegenheitsleser im Urlaub kann das Tablet dennoch eine sinnvolle Alternative zu einem zusätzlichen E-Book-Reader sein.

Bei aller Begeisterung für die Technik: Wer auf das Umblättern von Papier nicht verzichten kann oder will, der sollte sich fragen, ob ein E-Book-Reader die richtige Wahl ist. Allerdings kann schon das Ausprobieren in einem Geschäft helfen, Vorurteile abzubauen. Letztlich ist der Inhalt eines Buches entscheidend.


Liebe Grüße
Peter
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