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Das ist gut: kein Bier für Nazis

in Ich sag mal so... 24.06.2019 18:22
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Kein Bier für Nazis
Kreativer Protest gegen
Rechtsrock-Festival in Sachsen

Kein Bier für Nazis
Protest Dorfbewohner kaufen Supermarkt leer

Für diese Aktion werden sie in ganz Deutschland gefeiert: Aus Protest gegen das rechtsextreme „Schild und Schwert Festival“ haben Bewohner des ostsächsischen Dorfs Ostritz den Rechten kurzerhand die Biervorräte aus dem örtlichen Supermarkt weg gekauft: mehr als 100 Kästen.

„Wir sind froh, dass wir damit ein Zeichen setzen konnten für Bürgerengagement“, sagte Michael Schlitt, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, die die Aktion initiiert hatte. Man habe damit klar gemacht, dass man in Ostritz keine Neonazis wolle, erklärte er am Sonntag auf Anfrage.

Nach der gerichtlichen Bestätigung eines Alkoholverbots für das Rechtsrock-Konzert auf dem Gelände eines früheren Hotels hatte die Polizei 4200 Liter Bier dort beschlagnahmt und bei Kontrollen der Anreisenden rund 200 Liter alkoholische Getränke eingezogen. In einer Spontanaktion kauften dann die Ostritzer die Biervorräte des Supermarkts auf. Es könne ja nicht sein, dass auf dem Gelände ein Alkoholverbot gelte und dann vor dem Markt Alkohol in großen Mengen getrunken werde. „Ich denke, dass wir damit geholfen haben, das Alkoholverbot umzusetzen.“ Wie teuer der Einkauf war, wollte Schlitt nicht sagen. „Das können Sie sich ja ausrechnen.“ Die Biervorräte seien erst mal eingelagert und sollten bald mit den engagierten Helfern getrunken werden. „Wir werden in Kürze ein schönes Fest feiern und die Leute zu einem kleinen Umtrunk einladen“, kündigte Schlitt an.

Die Polizei war bei dem Rechtsrock-Festival mit einem Großaufgebot vor Ort. Am Samstagabend mussten die Spezialkräfte einschreiten: Beim Auftritt einer Band hatte sich der Bassist bei der als Versammlung angemeldeten Veranstaltung eine Sturmhaube über den Kopf gezogen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, sei damit der Anfangsverdacht auf Verstoß gegen das Versammlungsgesetz gegeben. Die Versammlung wurde aber nicht aufgelöst. Den Angaben zufolge reisten bereits abends zahlreiche Besucher des Neonazi-Treffens ab. Die Polizei gab die Anzahl der Teilnehmer mit 500 und weniger an


Liebe Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 24.06.2019 18:36 | nach oben springen



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