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Ein Symbol für Leichtigkeit und Lebensfreude

in Kräutergarten Innengebiet 15.12.2020 17:05
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Natur Dem Saft und den Blättern der Birke wird eine stärkende Wirkung nachgesagt

Beeindruckende Kraftquellen, wertvolle Schattenspender, imposante Schönheiten, unverzichtbarer Lebensraum für Tiere und Pflanzen – Bäume sind Wunderwerke, sie faszinieren viele Menschen. Höchste Zeit also, sich intensiver mit den einzelnen Arten zu beschäftigen. Autorin dieser Serie ist Brigitte Walde-Frankenberger. Dieses Mal geht es um die Birke.

Mit ihrem schneeweißen Stamm, mit ihrer Anmut und einer Vielzahl von heilenden und nährenden Kräften wurde die Birke schon von den Kelten und Germanen als heiliger Baum verehrt und den Göttinnen Brigid und Freya gewidmet. Sie wurde mit Reinheit, Licht und dem Neuanfang in Beziehung gesetzt. Schon im Vorfrühling zapften die archaischen Stämme die Birke an und sammelten die Flüssigkeit. Der mit Honig gesüßte vergorene Saft war Mittelpunkt ihrer Feierlichkeiten. Als ein Nachklang der alten heidnischen Naturfeste gibt es bei uns heute noch den Maibaum aus Birkenzweigen. Er ist Symbol der neu erwachten Frühlingskraft. Und in ländlichen Gegenden begegnet man nicht selten dem „Liebesmaien“, wobei der Bursche seinem Mädchen einen Birkenzweig, mit bunten Bändern geschmückt, vor die Haustür stellt, als ein Zeichen seiner Zuneigung.
Bild entfernt (keine Rechte)
In der Volksheilkunde ist die Birke ein sehr beliebtes und weit verbreitetes Heilmittel. Saft und Blätter sollen stärkend und blutreinigend wirken. In der Frühjahrskur dienen die Blätter und der leicht süßliche Birkensaft zur Anregung des gesamten Stoffwechsels, zur Reinigung und Entgiftung und wirken dadurch verjüngend. Birkenblättertee gilt als eines der besten Heilmittel für Wasserausscheidungen. Der Arzt Matthiolus (1500 bis 1577) nennt die Birke den Nierenbaum.

Heute wird der Tee als Durchspülungstherapie der Harnwege bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen empfohlen. Die Blätter enthalten Flavonoide, ätherische Öle, Harze, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponoide, Vitamin C. Bei der Zubereitung von Tee kommen ein bis zwei Teelöffel Blätter auf eine Tasse Wasser. Davon trinkt man zwei bis vier Tassen am Tag. Als Saft werden täglich drei Trinkgläser voll, verdünnt mit Wasser, getrunken.

Während im Osten Deutschlands noch herrliche Birkenwälder wachsen, hat in den Städten seit 2003 das große Birkensterben begonnen. Braunes Laub, kahle Äste, schüttere Kronen prägen das Bild. Die Bodenbedingungen in der Stadt sind meist schlecht: Zu kleine Pflanzlöcher und ein begrenztes Erdreich schwächen die Birke. Umweltschäden und Klimawandel sind eine weitere Ursache des Birkensterbens.


Liebe Grüße
Peter
Hedi hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 15.12.2020 17:05 | nach oben springen


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