Zum Seitenanfang Schritt hoch Schritt runter Zum Seitenende
#1

Methusalem mit schlechtem Ruf

in Kräutergarten Innengebiet 09.02.2021 16:52
von Peterbacsi • Admin | 3.577 Beiträge

Natur In der letzten Folge unserer Serie über heimische Bäume geht es um die Eibe – die giftig und heilsam zugleich sein kann
Bild entfernt (keine Rechte)
Beeindruckende Kraftquellen, wertvolle Schattenspender, imposante Schönheiten, unverzichtbarer Lebensraum für Tiere und Pflanzen – Bäume sind Wunderwerke, sie faszinieren viele Menschen. Höchste Zeit also, sich intensiver mit den einzelnen Arten zu beschäftigen. Autorin dieser Serie ist Brigitte Walde-Frankenberger. In der letzten Folge geht es um die Eibe.

Die Eibe ist die älteste Baumart Europas und kam hierzulande wohl schon vor etwa 150 Millionen Jahren vor. Einzelne Exemplare der Eibe werden bis zu 5000 Jahre alt. Die Wildform des Baums mit bundesweit etwa 60 000 Exemplaren ist in ihrem Vorkommen bedroht. Als gefährdeter Baum steht sie auf der Roten Liste.

Der Ruf des langlebigen, immergrünen Baumes ist fatal. Er ist eine stark giftige Pflanze, die als Hauptwirkstoff das gefährliche Taxin enthält. Lediglich der rote Samenmantel, nach Entfernung des giftigen Kerns, ist genießbar. Schon in der Antike galt die Eibe als ein Baum des Todes und der Unterwelt. Der berühmte Arzt Adamus Lonicerus schreibt 1679 in seinem Buch über den Baum: „ ... Er soll so giftig seyn/daß auch diejenge/ so darunter schlaffen/oder essen/um ihr Leben kommen/welches insonderheit geschicht/wann er erblühet ...“.

Im Mittelalter waren europaweit die Bestände der Eiben erschöpft. Mit ihrem harten und zugleich elastischen Holz waren sie vor allem für den Waffenbau, der Herstellung von Armbrust, Bogen und Pfeilen, gefragt. Die ältesten Kriegswaffen aus Eibenholz sind etwa 150 000 Jahre alt. Und auch Ötzi wagte den Weg über die Alpen nicht ohne seinen Eiben-Langbogen.

Die Eibe wächst in Mitteleuropa, Nordamerika, Asien und Nordafrika. Sie tritt heute meist als Einzelbaum auf. In Mitteleuropa treffen wir noch selten ganze Eibenwälder an – beispielsweise in Bayern. Einer der größten Deutschlands mit mehr als 2000 Exemplaren steht im Pfaffenwinkel (Landkreis Weilheim-Schongau).

Trotz ihrer Giftigkeit hat die Eibe auch Heilkräfte. In der Homöopathie wird eine Essenz aus frischen Nadeln bei rheumatischen Erkrankungen verordnet. Auch bei Nieren- und Blasenerkrankungen findet diese ihre Anwendung.

Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen

Liebe Grüße
Peter
Hedi hat sich bedankt!
nach oben springen


Zum Gebrauch
Gib einfach ein
->from: Euro=HUF;
->to: Forint= €

Besucher
0 Mitglieder und 2 Gäste sind Online

Forum Statistiken
Das Forum hat 2891 Themen und 4118 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen