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#1

Ein fröhlicher Baum

in Kräutergarten Innengebiet 09.11.2020 17:33
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Der Ahorn ist ein Wunder an Farbenpracht und heilsam dazu
Beeindruckende Kraftquellen, wertvolle Schattenspender, imposante Schönheiten, unverzichtbarer Lebensraum für Tiere und Pflanzen – Bäume sind Wunderwerke, sie faszinieren viele Menschen. Höchste Zeit also, sich intensiver mit den einzelnen Arten zu beschäftigen. Autorin dieser Serie ist Brigitte Walde-Frankenberger. Dieses Mal dreht sich alles um den Ahorn.


Der Ahorn stammt aus Europa und Asien. Er ist ein fröhlicher Baum. Er liebt die Leichtigkeit, den Wind, das Spiel mit Licht und Farbe. Der große Arzt Tabernaemontanus schrieb in seinem 1588 erschienenen „Neuw Kreuterbuch“ bewundernd: „Es wird dieser Baum in Ehren gehalten wegen seinem lustigen Schatten.“
Bild entfernt (keine Rechte)
In Deutschland gibt es drei Arten: Spitz-, Feld- und Bergahorn. Der Bergahorn ist ein schnellwüchsiger großer Baum. In den Alpen findet man ihn bis zu einer Höhe von 1600 Meter, er wird bis zu 500 Jahre alt. Der Spitzahorn hat sich unter menschlichem Einfluss stark ausgebreitet und findet sich daher gerne in Städten. Er ist ein großer, nicht besonders langlebiger Baum. Der Feldahorn ist schlankwüchsig und wird selten höher als zehn Meter.

Im Herbst ist der Ahorn ein wahres Wunder an Farbenpracht, kein anderer Laubbaum ist ihm da ebenbürtig. Besonders einprägsam sind die geflügelten Samen, die vom Wind getrieben durch die Luft fliegen, leicht und lustig den Charakter des Ahorns widerspiegeln.

Bereits vor 4000 Jahren schrieben ägyptische Priester auf Papyrusrollen Listen der wichtigsten Heilpflanzen. Zu denen zählte auch der Ahorn. Im Mittelalter wurde er von den heilkundigen Ärzten als kühlendes Mittel bei Fieber, Entzündungen, bei hitzigen Geschwüren und geschwollenen Gliedern verwendet. Auch die große Ärztin und Äbtissin Hildegard von Bingen schrieb in ihren Aufzeichnungen aus dem 12. Jahrhundert: „Der Ahorn ist kalt und trocken. Gegen tägliches Fieber hilft ein Bad in Wasser, in dem die Zweige des Baumes mit den Blättern gekocht sind, wenn man nach dem Bad den aus der Rinde gepressten Saft in Wein trinkt. Das Auflegen von am Feuer erwärmtem Ahornholz vertreibt die Gicht.“

Als Heilmittel hat der Ahorn nach wie vor Bedeutung. Hauptsächlich wird seine fiebersenkende und abschwellende Eigenschaft geschätzt. Noch immer werden Umschläge von gequetschten Blättern und zerriebener Rinde bei geschwollenen Gelenken aufgelegt.


Liebe Grüße
Peter
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