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Liebe ganz praktisch

in Gott und die Welt 01.05.2021 18:06
von Peterbacsi • Admin | 3.590 Beiträge

Heute ein Beitrag eines Kath. Bekannten aus dem Allgäu
VON DIAKON GEORG LECHLEITER, PFARREIENGEMEINSCHAFT
OY-MITTELBERG

Es gibt Sätze, die sind so klar und richtig, dass es eigentlich kaum mehr was dazu zu sagen gibt. Man braucht sie nur noch wiederholen. So im ersten Johannesbrief, der am Sonntag in den katholischen Gottesdiensten gelesen wird: „Wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.“ (I. Joh. 3.18)
Das sitzt. Darauf kommt es an, damals wie heute: auf das Tun, und dass es in Wahrheit geschieht, aufrichtig also. Wir sollen und brauchen nicht so zu tun, als könnten wir unbegrenzt jeden und alles lieben. Gefragt ist aber all die Liebe, die wir in uns wahrhaftig lebendig werden lassen können. Nicht weniger, und zwar in die Tat umgesetzt. Gefragt sind all die großen und kleinen Zeichen der Liebe, die gefüllt und ehrlich sind. Gefragt sind all die großen und kleinen Zeichen der Zärtlichkeit, zu der wir fähig sind und werden können, der Zuneigung und der Sympathie, der Einfühlung und der Solidarität, der Unterstützung und des Vertrauens.
Der heilige Augustinus bringt es auf den Punkt, in dem er sagt: „Liebe und tu, was du willst.“
Ehrlicherweise werden wir uns eingestehen müssen, dass wir hinter dem Gebot der Liebe zurückbleiben; dass wir hinter unseren Möglichkeiten lieben; unvermeidlich kommen wir vorzeitig an unsere Grenzen und schöpfen sie nicht ganz aus. Der Verfasser des Johannesbriefes muss das gekannt haben: „Wenn das eigene Herz uns auch verurteilt – Gott ist größer als unser Herz und er weiß alles.“ (I. Joh. 3,20) Das tröstet.
Lieben – nicht nur mit Zunge und Worten, sondern in Tat und Wahrheit.
Gott zeigt seine Liebe, indem er sich auf den Weg macht zu uns, für uns lebt und sich für uns einsetzt. So zeigt sich die Gottesliebe im liebenden Handeln am Nächsten, im geschwisterlichen Miteinander.
Dieses Handeln ist in dieser schwierigen Zeit ganz besonders wichtig. Es liegt an uns, dass Menschen nicht vereinsamen, dass Kontakte und Freundschaften gepflegt werden, soweit es möglich ist.
Wir dürfen einander nicht fremd werden. Verbreiten wir Hoffnung und Zuversicht, damit die Menschen nicht mutlos werden.


Liebe Grüße
Peter
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